Im Südosten war ein Starkwindrevier für die nächsten 5 Tage vorhergesagt, das wir eigentlich hätten durchfahren müssen bzw. in einem kleinen Hafen mitten im Nirgendwo hätten aussitzen müssen. Das war der Grund uns etwas nach Norden zu begeben, wo man erstens diesen Wind nicht hat und zweitens auch einen angenehmeren Ort für ein paar Tage zum Verweilen hat.So kommen wir nach einem herrlichen Segeltag nachmittags in Kopenhagen in unserem favorisierten Hafen “Langelinie” an.
Vorteil dieses Hafens ist die recht zentrumsnahe Lage und auch die Ruhe die dieser Hafen trotz der unmittelbaren Nähe zum Wahrzeichen der Stadt „Der kleinen Meerjungfrau” besitzt. Es handelt sich um einen ringförmig angelegtem Hafen, der im Sommer immer heillos überfüllt ist und man in der Mitte des Hafens an einer Boje festmachen muss, bis ein Liegeplatz frei wird. Zu Spitzenzeiten liegen dort 15 Boote so wurde uns gesagt und die Wartezeit auf einen Platz kann auch schon mal einen Tag dauern. Nicht so für uns zu dieser Jahreszeit. Wir haben fast freie Platzwahl und bevorzugen den Platz direkt neben der Einfahrt, bei dem der Wind von vorne und die Sonne den ganzen Tag ins Cockpit scheint.

Liegeplatz Langelinie


Vor  uns liegen meist 2 – 3 Kreuzfahrtschiffe und spucken ihre Menschenmassen aus.Am Wasser entlang gelangt man nach ca 15 Minuten Fußmarsch ins Zentrum.Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt. Gepflegt, modern und auch traditionell, chic und lässig, quirlig und ruhig, hier findet man alles, und jedem der noch nicht hier war können wir diesen Ort einfach mal empfehlen.Wir gehen heute Abend mal essen. Einer Empfehlung unseres Bootsnachbarn kommen wir nicht nach – das war uns dann doch zu teuer…aber ein Restaurant weiter werden wir ebenfalls bestens bekocht. Anschließend schlendern wir noch durch den “Nyhavn”, in dem ein nettes mediterranes Treiben herrscht. Eine deutsche Yacht hat längsseits der Kaimauer festgemacht und im Cockpit und auf der Badeplattform wird Jazz mit Schlagzeug, Bass, Saxophon und Gitarre gespielt.

Nyhavn

An den folgenden Tagen machen wir noch die Fußgängerzone und die Nebenstraßen unsicher, besuchen den Streetfood Markt und essen dort eine Kleinigkeit und halb Kopenhagen scheint den gleichen Plan zu haben bei diesem Sommerwetter.

Streetfood Market


Morgen soll es regnen und wir beschließen einen Besichtigungs-, Bastel-, Reparatur- und Wäsche- und Lesetag einzulegen und ich mich mit unserer Webseitenprogrammierung zu beschäftigen. Ganz schön viel für einen Tag deshalb schaffen wir auch nicht alles…😊

Wäschesalon David


Am kommenden Tag wollen wir früh raus und Kopenhagen verlassen aber dichter Nebel hält uns gefangen. Sichtweite von 50 – 100 Meter  erscheint uns viel zu gefährlich.Wir könne gerade die neben uns liegende Hafenausfahrt erkennen das war’s. Wir warten bis um 11 Uhr und dann beschließen wir noch einen Tag zu bleiben. Es gibt schlimmeres. Kaum haben wir uns so entschieden klart es auf und es wird wieder ein fantastischer Sommertag.

Carla mit Roller
Carla mit unserem persönlichen Hop On Hop Off


Spät nachmittags beschließen wir in einer Kneipe oder Restaurant in “Christianshavn” das wir vorher bei unseren Streifzügen durch die Stadt entdeckt hatten fern des Trubels noch etwas zu trinken. Wir ergattern die letzten 2 Sitzplätze draußen in der Sonne und beschließen auch noch zu essen.Vollkommen richtige Entscheidung. Von außen so unscheinbar aber innen toll. Junge Leute betreiben hier ein echt cooles Restaurant mit einfachen Mitteln und offener Küche.  Bei toller Musik essen wir ein vorzügliches drei Gänge Menü und hören dabei  “the Cure”, “Doors”, “„Bob  Dylan” usw. Bei einem Lied kamen wir nicht auf den Interpreten und ich fragten nach, als er uns “the cure” nannte dachte ich noch, kann er nicht kennen ist ja viel zu jung. Tip hier mal rugig rein schauen “Undici” in der “Wilders Plads”
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Keine Angst hier kann man ruhig essen gehen das „Undici“ 👍