Gotland liegt nun hinter uns und es geht in die Schäre südlich von Stockholm. Wer diese Gegend nicht kennt sollte mal auf Google Maps o.ä. nachsehen wie das so aussieht. Abertausende von Inseln aber, das sieht man auf den Bildern nicht, genau so viele Steine knapp unter der Wasseroberfläche die für uns aber auch sehr entscheidend sind und erhöhte Aufmerksamkeit fordern. Alleine die Ansteuerung in diese Inselwelt will genau geplant sein und dann geht es wie in einem Labyrinth weiter. Wir navigieren teilweise auf 7 Seekarten nacheinander und nur durch einen vorher aufgezeichneten Weg durch die Untiefen gelingt es die Orientierung zu behalten. Wir begegnen dieser Gegend mit viel Respekt und fragen uns gelegentlich wie das früher ohne GPS und Kartenplotter zu machen war. Man kann sich fast nicht auf diese wunderschöne Landschaft konzentrieren da man ständig Steine, Tonnen, Inseln, Flachs oder manchmal auch Berufsschiffahrt Ausschau halten muss.

Wir finden traumhafte Liegeplätze und idyllische kleine Häfen. Das Segeln zwischen den Inseln ist wunderbar und die Landschaft ist für uns überwältigend aber leider auf den Bildern nicht so wieder zu geben. Wir genießen die Zeit bei teilweise herrlichem Wetter, so dass wir auch mehrmals unser Bimini aufbauen müssen, um uns vor der Sonne zu schützen.

So erreichen wir nach verschiedenen Stationen auch Bullandö. Einen der größten Yachthäfen an der Ostsee und den größten im Großraum Stockholms in dem wir uns mit Antoin und Barbara, die hier ihren Heimathafen haben, verabredet haben. Es ist ein toller Hafen mit einem hervorragendem Restaurant in dem wir abends essen gehen wollen. Auch die sanitären Anlagen sind wie in einem Wellnesshotel und die zugehörige Sauna mit Panoramaverglasung und Blick über Hafen und in die Umgebung ist für eine solche Anlage wohl einzigartig.

Auch hier haben wir einen ganz tollen Liegeplatz. Die beiden verfügen über ein Auto vor Ort und wollen uns an den folgenden Tagen auch die Gegend von Land aus zeigen und chauffieren uns auch zu einem Supermarkt um unsere Einkäufe zu machen. Wir wollen uns ein wenig für Ihre Hilfe bedanken und laden für abends zum gemeinsamen Grillen zu uns an Bord ein. Danke euch beiden für die tolle Zeit.

Die beiden müssen nun wieder an die Arbeit und so verlassen wir auch diesen Ort.