Für heute ist sehr gutes Wetter vorhergesagt aber der Wind soll ab 10 Uhr mit 8 Bft wehen und als Carla und ich morgens um 5 Uhr wach werden beschließen wir auch gleich auszulaufen, da im Moment der Wind gerade mal 3-4 Windstärken hat. Zunächst müssen wir aber erst mal die „Angstbrücke“ unterfahren. Das Problem ist hier, das in den deutschen als auch schwedischen Seekarten die Höhe mit 20 m angegeben ist aber im Kartenplotter nur mit 18,6 m.
Unsere Masthöhe ist gemäß Technischer Daten 19,3m OHNE Antenne oder Windex ( ist eine kleine Windfahne die die Windrichtung anzeigt). Die Antenne ist ca. 1 m hoch aber dünn und gibt auch etwas nach. Zumindest die ersten 50 cm. Mit Schleichfahrt, gestrichen vollen Hosen und eingelegtem Rückwärtsgang tasten wir uns durch und kurz bevor wir die Brücke erreichen hupt auch noch ein darüber fahrendes Auto und meine Bedenken sind, “ sieht der von oben mehr als ich von unten?“ Mit gefühlten 0,0 mm Luft zwischen Antennenspitze und Brücke gelingt aber das Passieren und Dank des guten Windes erreichen wir das nur 10 nm entfernte Sandhamn morgens um 7:00 Uhr.
Das ist der früheste Anleger aller Zeiten wenn man nicht die Nacht durchgesegelt ist.
Im Hafen ist noch keine Flaggenparade gemacht und der Hafenmeister pennt auch noch, so das wir erst mal schön frühstücken.
Zu Sandhamn folgende Info. Der Ort befindet sich an den Außenschären von Stockholm und beheimatet auch den königlichen Segelclub, ist oftmals Austragungsort verschiedener Segelregatten so auch der „Gotland rund Regatta“ und der Hafen ist von Stockholm aus schnell zu erreichen und daher auch immer heillos überfüllt
– in der Saison-
aber wir sind immer noch in der Vorsaison und daher herrscht gähnende Leere.
Wir erkunden nun erst mal diese so friedlich wirkende schöne Insel.
Bei der Besichtigung fallen uns bereits seltsame Menschen mit eigenartigen Gerätschaften auf…

Bei all den schönen Häusern und dem herrlichem HOTEL mit der tollen Bar können wir auch an verschiedenen Plätzen immer wieder die uns seltsamen Menschen sehen. Auch das Landen und starten von Wasserflugzeugen direkt neben uns und Partys auf denen eine Junge Dame mit dem Hubschrauber eingeflogen wird kommen uns verdächtig vor.
Und dann erkennen wir durch das Fernglas „Nora“ und am nächsten Tag auch das ganze Filmteam die auf der Insel eine neue Folge des Mehrteilers „Mord im Mittsommer“ drehen.
So die Auskunft eines Teammitgliedes „Folge 7“
Ab nun sehen wir uns abends verschiedene Folgen auf YouTube an. Schön wenn man die Orte alle wieder erkennt.
Wenn man die Filme teilweise gesehen hat ist man froh die Insel nach 3 Tagen lebendig verlassen zu haben… wir haben so viele Tote gesehen das wir erst mal wieder Ruhe brauchen 😁