Wir erwarten nun bald Besuch und brechen auf nach Stockholm.
Nur 8 nm entfernt von Sandhamn finden wir eine für die angesagten wechselnden Windrichtungen eine geschützte Bucht und beschließen dort an eine Boje zu gehen, da wir beim ankern nicht so richtig ruhig schlafen, also ich nicht, Carla schon. Geplant war eine Übernachtung aber wir hatten am Abend gegrillt und es war soooooo schön das wir dachten besser geht nicht und so blieben wir 2 Tage an der Boje.
Mit unserem Schlauchboot „fifty-fifty“ das wir zu unserem 50. Geburtstag geschenkt bekommen hatten war es uns möglich auch an Land zu gehen. Dort befindet sich eine Fasssauna auf einem Floß. Die vorher, in einer ausgelegten Liste reserviert werden muss, und das Holz für die Sauna muss auch erst gesägt und gehackt werden bevor es warm wird.
Ich liebe diese Art von Sauna.
In Schweden geht man übrigens in Badehose oder Bikini in die Sauna (Bastu) und Männer immer mit Bier.
Oftmals trennt man auch die Saunen nach Geschlechtern aber hier ist es eben nur eine Bastu.
die Ostsee dient als Tauchbecken und hat sportliche 12 – 13 Grad.
Da wir Besuch erwarten machen wir uns nun auf den Weg Richtung Stockholm und besuchen noch Vaxholmn, was recht beliebt sein soll und das Wetter soll auch ein wenig schlechter werden, so dass wir das als Zwischenziel wählen.
War nicht so toll und ich hab noch nicht mal ein Bild davon gemacht.
Da Carla mit den Einkäufen beschäftigt war und der Wind deutlich zugenommen hatte dachte ich, das ich das Boot anders verholen (anbinden) müsste. Alleine und mit elektrischen Winschen ( das sind so trommelartige Rollen, über die Leinen gelegt werden und über Getriebeübersetzungen dicht geholt werden können) googelt das mal da steht das bestimmt besser erklärt.
Na ja jedenfalls haben die Dinger richtig Kraft und so eine Winsch zieht glaube ich bei uns fast 2 t
Und die habe ich bei der Gelegenheit ziemlich ramponiert, so dass ich den restlichen Nachmittag damit verbracht habe diese wieder gängig zu machen und bei der Gelegenheit habe ich mich auch mächtig über mich selber geärgert…, gut das niemand da war.
Das war so frustrierend, das ich kein Bild von dem Teil gemacht habe. Für alle mit elektrischen Winschen.
Die Dinger haben so viel Kraft, das ich durch einen Überläufer in der Winsch mir mit der Leine die metallische Selbstholevorrichtung komplett um 90 grad verbogen hatte. Nur gut das da keine Finger oder sonstiges dazwischen waren. Das merkt die Winsch gar nicht.
Am nächsten Tag ging es dann nach Stockholm. Dort angekommen wurde alles für den Besuch vorbereitet.
Wäsche gewaschen, Betten bezogen, Schränke frei geräumt, Boot geputzt – ist aber keinem aufgefallen usw. Anschließend haben wir schon mal die Stadt erkundet.
Jeder der noch nie in Stockholm gewesen ist sollte das mal auf seine ToDo Liste schreiben.
Am Donnerstag sind planmäßig unsere beiden Mütter und Maximilian, die mit dem Flieger angereist kamen, eingetroffen. Nach herzlicher Begrüß, und für die Reisenden zunächst etwas Entspannung an Bord, bei mediterranen Temperaturen, ging es noch in die Stadt. (Meine Deutschlehrerin bringt mich um für die Schachtelsätze und ob die Kommata richtig sitzen ist auch egal)
Wir erkunden gemeinsam die Stadt und auf eine Empfehlung hin gehen wir abends in der Altstadt Rentier essen. Super lecker. Maxi und Franzi (FRANZI in Abwesenheit) laden ein und es schmeckt fantastisch. Danke euch beiden von uns allen.
Die folgenden Tage besuchen wir das Wasamuseum und das ABBA Museum das sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Liegeplatz befindet.
Wir verbringen wunderbare Tage zusammen aber irgend wann sind diese leider um. So verlassen uns die Lieben wieder und wir bleiben noch einen weiteren Tag hier.
Unser nächstes Ziel heißt Götakanal.
Auf der Fahrt über Arkösund sind wir immer wieder begeistert von dem Archipel von Stockholm und jedem Segler im besonderen kann ich nur wärmstens empfehlen das mal mit dem eigenen Boot zu besuchen. Traumhaft und vermutlich das Schönste was es gibt…. wenn das Wetter stimmt.
Es ist ein Labyrinth aus Inseln. Man kann gar nicht fassen, das man auf der Ostsee ist. Man glaubt sich in einer unendlichen Anzahl ineinander greifender Seen zu befinden und es ist genauso beeindruckend wie in Vietnam in der Halong Bucht, nur das es mehr Inseln, die aber nicht so hoch sind. Wir sind begeistert.
Soooooo toll!!!! Und das mit den Schachtelsätzen und den Kommata ist gar nicht schlimm 😉
Wow! Tolle Berichte und Fotos. Ich lese wahnsinnig gerne über eure Erlebnisse. Es scheint traumhaft zu sein. Und ich glaube, auch die Deutschlehrer vergeben dafür gute Noten!😉 ganz liebe Grüße und eine tolle Zeit, Dominik, Sabine und die kleine Carlotta ❤️