Wir verlassen den Vänner See und machen noch einmal fest in Vänersborg. Wir waren hier schon einmal vor 4 Jahren. Ist recht unspektakulär und wir verpassen die Öffnungszeiten der Eisenbahnbrücke so gerade um 1-2 Minuten, so dass wir zwischen 2 Brücken fast eine Stunde warten müssen. Der Tag war ein sonniger aber leider windarmer Tag, so dass wir erst um 20 Uhr im Hafen ankommen. Hier beginnt auch der Trollhättan Kanal.
Unser heutiges Ziel ist auch Trollhättan wo wir übernachten und uns auch die Wasserfälle ansehen wollen.
Das wäre die Alternative zu den Schleusen gewesen.
Korrekt ist es so, das die Wasserfälle seit geraumer Zeit als Wasserkraftwerke genutzt werden und nur um 15:00 Uhr für ca. 10 Minuten geöffnet werden und 300.000 l/s abgelassen werden, was den damaligen Wasserfall zeigen soll.
http://bolts.de/wp-content/uploads/2019/07/img_2682.movWir frischen in dem Ort noch unsere Vorräte auf und finden an unserem Anleger auch alte Bekannte wieder. Besuchen noch kurz das Museum für eine Stunde – was auch reicht- aber der Film der dort gezeigt wird ist toll und ich bewundere immer dem Enthusiasmus, mit den zur damaligen Zeit solche Bauprojekte angegangen wurden. Es wird ein langer Abend bei uns an Bord mit Lutz, Wolfgang, Petra und Bettina.
Bei uns geht es weiter obwohl es noch mehr zu sehen gegeben hätte. Top! Trollhättan ist bestimmt für 2 Tage gut. Wandern, Wasserfälle, Saabmuseum und die Schleusen und deren Museum.
Die Schleusen hatten wir schon einmal aber diesmal waren sie, obwohl abwärts, echt ekelig für uns, da wir auf unserer Steuerbord Seite (rechten Seite)
fast keine Haken zum festhalten gefunden haben und die Schleusenwand auch fast nur aus Felsen bestand.
Diese Schleusen machen 8m Hubhöhe je Schleuse und es sind 4 an der Zahl.
Aber auch das meistern wir ohne Schäden an Boot und Beziehung und fahren den recht unspektakulären Kanal durch bis Göteburg. Hier gibt’s Häfen in Zentrums naher Lage. Lilla Bommen, der leider für unseren Ankunftstag und den darauf folgenden Tag belegt war, oder eben einen mir vorher nicht bekannten Hafen, etwas nördlich und vor der Brücke gelegenen City Hafen.
TIP!!!
Der hat uns super gefallen👍👍
Klein, ganz persönlich, liebevoll mit einfachen Mitteln gemacht und bei unserer Ankunft fast leer – nur ein Boot im sonst fast an die 20 Boote fassenden Häfchen. Hafenmeister ist so ein verkappter Beachboy und extrem hilfsbereit.
Wir könnten längsseits gehen was immer sehr komfortabel ist.
Habe auch mal die sanitären Anlagen fotografiert weil einfach aber sehr sauber. Hafengeld mit Strom und Wasser 20 bis 22 € je nach Bootslänge.
Einziger Nachteil. Man braucht zu Fuß ca. 25 Minuten in die City. Mit unseren Rollern die wir liebevoll „Hoponhopoffs“ nennen aber in 10 Minuten kein Problem. Wir parken die Roller und laufen am ersten Tag knapp 14 km.
Am nächsten Tag buchen wir uns noch die neu in Betrieb genommene Fasssauna für den ganzen Abend inclusive Holz für 10 €.
Uns kommen dann noch 3 Kinder Mia, ….dort besuchen 😄 und wir sind bis fast Mitternacht in der Sauna.
Ärgerlicher Weise habe ich im Zentrum Hafen Lilla Bommen noch für 2 weitere Nächte Plätze gebucht für fast 60,- €/ Nacht obwohl wir lieber hier bleiben würden. So verholen wir uns am nächsten Tag in den anderen Hafen.
Für alle Segler – nehmt den City Hafen und reserviert vorher unter TEL.
Zentral gelegen aber unruhiger bleiben wir 2 weitere Tage in Göteburg
Uns reicht jetzt erst mal Stadt und wir sind auch froh wieder segeln zu können. Kurs nach Norden und etwas ruhiger darf’s auch werden.
Wir wachen bei herrlichem Sommerwetter auf und werfen die Leinen um 10 Uhr los. Es geht unter Vollzeug ( also mit allen Segeln) durch die Schären.
Hier sind die Inseln nicht so mit Bäumen bewachsen wie im Osten aber auch diese Felsen sind nicht minder schön.
Wir haben eine ganz schmale Fahrrinne gewählt und müssen die letzten Meter doch den Motor anwerfen. Als wir durch 2 Inseln fahren liegt vor uns ein für uns völlig überraschender Ort namens Marstrand, und wir beschließen hier zu übernachten. Das ist hier so was wie das Monaco der westlichen Ostsee.
Wir genießen einfach den Nachmittag in der Sonne. Auch die Wassertemperatur ist mittlerweile auf 22 Grad gestiegen. Abends wird an Bord gegrillt.