Man hört manchmal besser nicht auf andere Leute. Unser nächstes Ziel war Skagen, von dem uns gesagt wurde, der Hafen eine Katastrophe und völlig überfüllt und der Ort geht so.

Auch hier gibt es Poser…sehen und gesehen werden
Was den Hafen selbst angeht stimmt es schon. Der ist eine Mischung aus Industriehafen, Werft, Fischereihafen und eben Anlegern für Yachten und voll ist er auch, aber wir haben Nachmittags, um 15:00 Uhr nach 50 nm ankommend, als 3. Boot im Päckchen neben sehr netten schwedischen Motorbootfahrern gelegen, die uns auch gleich ihre Fahrräder zur Verfügung stellen wollten. Wir haben darauf aber erst mal verzichtet, da wir zunächst unsere Vorräte aufstocken mussten. So geht’s zu Fuß und mit Rucksäcken bepackt in das nette Örtchen.
Nachdem wir unsere Einkäufe an Bord gebracht hatten entschieden wir uns aber doch an einem der Restaurants an der Hafenmole eine Kleinigkeit essen zu gehen.
Leider wurden wir essenstechnisch enttäuscht. Wir dachten in einem der größten dänischen Fischereihäfen was gutes zu bekommen wäre hier die leichteste Übung. Ein schönes Restaurant das wir ausgewählt hatten war leider besetzt und unsere 2. Wahl eben das Geld eigentlich nicht wert.
Wir bummelten noch durch die Gallerien des Ortes, der eigentliche Grund für unseren Besuch von Skagen. Hier haben sich seit langer Zeit diverse Maler niedergelassen um sich von Landschaft und Meer inspirieren zu lassen.
Wir beschließen noch einen Tag zu bleiben und uns die nördlichste Spitze Dänemarks anzusehen. Hier treffen Nordsee auf Ostsee.
Wir liegen mit unserem Boot über einem vor uns und mit Heckanker vertäutem Boot, das um 7:00 Uhr ablegen möchte. Also Wecker auf 6:30 Uhr gestellt und ablegen damit er seinen Anker bergen kann. Da schon wach und abgelegt finden wir auch gleich einen besseren Liegeplatz, und wir gehen ebenfalls mit Heckanker hinten und vorne mit Leinen an die Pier.
Schon mal wach und aufgestanden geht es gleich mit unseren „Hoponhopoffs“ zu dem etwa 4 km entfernten Parkplatz, und ab dann zu Fuß am Strand lang weiter.
Zunächst geht es exakt an die Stelle, wo sich die beiden Meere treffen und man kann es wirklich sehen, da hier die Wellen sich schneiden, aufgrund unterschiedlicher Strömungen.
Wir sind an dem schönen Sommertag nicht die einzigen und es ist erst kurz nach neun!
Mittlerweile legen sogar gelegentlich Kreuzfahrtschiffe in Skagen an und spucken ihre Menschenmassen aus, aber heute nicht.
Wir gehen etwas den Strand entlang und dann wird das eingepackte Frühstück am Strand genossen.
Anschließend Verdauungsschlummerchen und einem Bad in der, jetzt aufgepasst, Nordsee.
Noch mal aufwärmen und wir spazieren noch ein wenig in den Dünen und am Strand entlang zurück zu unseren Rollern und damit in den Ort zurück.
Mittlerweile ist es Nachmittag geworden und wir finden ein ganz charmantes Hotel / Restaurant und beschließen hier eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen.
Hier werden wir nicht enttäuscht. Lecker und schön.
Den Rest des Tages verbringen wir an Bord unter unserem Bimini im Schatten und ich teilweise in unserem Moonchair.
Hierzu muss ich bei nächster Gelegenheit mal ein Foto nachliefern.
Fazit: wir fanden Skagen sehr schön und wir haben die Wanderdüne noch nicht mal besucht da die ca 14 entfernt ist. Also bei gutem Wetter kann man hier gut 3 Tage bleiben oder sogar Urlaub machen. Der Ort hat auch sehr schöne Häuser fast ein bisschen wie Sylt.
Für alle Wohnmobilisten. Hier kann man auch super stehen.