Heute steht uns wieder mal eine längere Etappe mit 82 nm bevor. Die Windrichtung und Stärke sind für uns genau richtig vorhergesagt; also Wecker klingelt um 6 Uhr, schnell einen Kaffee aus der Nespresso und um 6:30 Uhr legen wir ab. Bei zunächst 5 Bft. sind wir recht zügig unterwegs. Die Logge zeigt konstant etwa 8 kn an aber der Strom setzt uns hier leider mit 2 kn entgegen, so das tatsächlich nur 6 kn Fahrt über Grund drin sind. Wir segeln die ganze Strecke obwohl der Wind später etwas nachlässt und erreichen Anholt um 19:30 Uhr.

Ja auch Anholt ist voll und wir müssen mit Heckanker achteraus und mit dem Bug an einen Kopfsteg und diesen mit 4 anderen Booten teilen. Am Abend ist noch herrliches Wetter und ich habe meinen Fotoapparat vergessen und für morgen ist Regen und Starkwind vorhergesagt.

Der neue Tag beginnt aber mit einem Lächeln und freien Liegeplätzen so das wir das Boot erst mal umlegen. Wetter gut also erstmal Gegend erkunden

Die Dark Party von 19-23 Uhr die After Dark Party beginnt um 23 Uhr und endet um 4 wie wir letzte Nacht leidvoll erfahren mussten, da um 4 Uhr alle noch mal mit lautem Getöse ins Wasser gegangen sind. Aber das war Samstag. Sonntag war alles wieder ruhig

Alles ein bisschen improvisiert aber super 😎 cool

Und dann klart es weiter auf, also ab an den Strand und ins Wasser.

Wassertemperatur sage und schreibe 24,5 Grad und damit deutlich wärmer als in Portugal

Später kommen noch dunkle Wolken und wir verziehen uns schnell aufs Boot und da fängt es auch schon an zu regnen, aber so ein schöner, warmer Sommerregen.

Wir sitzen geschützt unter unserer Sprayhood, die Beine in den Regen gestreckt und trinken einen „Schauertrunk“

Abends gehen wir noch mal etwas essen und anschließend einen Inselrundgang zur Verdauung der dann fast 10 km lang wird aber wunderschön war.

Hier üblich, man stellt seine Waren nach draußen mit einer Gelddose und Wechselgeld dazu. Man nimmt sich was man braucht und bezahlt – ob das bei uns auch funktionieren würde?

Da hängt doch tatsächlich einer sein Boot in den Baum…

Am nächsten Tag geht es weiter, wieder 57 nm nach Ebeltoft.

Das Wetter soll hier ab Mittwoch etwas windiger werden daher versuchen wir dem im Süden aus dem Weg zu gehen.

Wieder legen wir um 5:45 Uhr ab da zunächst noch etwas Wind ist, der aber später nachlassen soll. Für die Strecke plane ich 10 Stunden ein aber es werden dann doch 12. Ein Segeltag mit Segel setzen, Vorsegel bergen und Gennaker setzen. Groß bergen – Wind schläft völlig ein. Gennaker bergen Motor an. Wind kommt auf Gennaker wieder mit Groß setzen. Wind dreht. Gennaker wieder bergen und Vorsegel raus. Wind wieder weg – Motor an und so weiter. Dennoch segeln wir die Hälfte der Strecke. Da denkt vermutlich jemand, beim segeln wird einem langweilig, der täuscht sich aber. Habe vielleicht eine Stunde gelesen, den Rest gewurschtelt.

Als wir abends ankommen wird erst mal gegrillt. Carla hatte auf See alles vorbereitet so das wir ganz schnell etwas zu essen bekamen.

Anschließend Abwasch und Dorferkundungstour. Alles sehr schön uhrig hier und es gibt erstmals recht viele nette Restaurants für die Ortsgröße.

Mit lautem Gesang kommen uns die Nachtwächter entgegen

Es war ein langer Tag und wir sind gegen Mitternacht in unseren Kojen verschwunden.